| Derbyfieber: 5:3 für S04

Derbyfieber

Garanten für einen unterhaltsamen Abend (v.li.): Museumsdirektor Manuel Neukirchner, Klaus Fischer, Erwin, Willi Lippens, Emma, Christoph Metzelder und Hermann Beckfeld.

Ausverkauftes Fußballmuseum

Ausverkauftes Haus zum Derbyfieber.

Maskottchen Erwin

Niemand kann Erwin widerstehen.

Gesprächsrunde

Gute Unterhaltung ist bei der Runde garantiert.

Bei der Auftaktveranstaltung des Kulturprogramms ANSTOSS stimmten sechs Tage vor der Begegnung Schalke 04 gegen Borussia Dortmund die ehemaligen Fußballgrößen Klaus Fischer, Willi „Ente“ Lippens und Christoph Metzelder auf den anstehende Ruhrpott-Gipfel ein. Dabei ermittelten die Beteiligten beim lockeren Schlagabtausch auf dem Podium und beim Duell an der ZDF-Torwand den Derbysieger. Am Ende gewann Königsblau mit 5:3. Wobei der Abend mehr als nur einen Sieger hervorbrachte.|04. April 2016

 

#video:verysmall:13871#Unterstützt wurden die drei Revier-Legenden von Fanvertretern aus beiden Lagern sowie von dem Dortmunder Lokalradio-Moderator Mathias Scherff und seinem Gelsenkirchener Pendant Jesco von Eichmann. Über 200 Gäste in der Multifunktionsarena des Deutschen Fußballmuseums hatten ihre Freude an den zahlreichen und zuweilen skurrilen Anekdoten, die der von Museumsdirektor Manuel Neukirchner und Hermann Beckfeld aus der Chefredaktion der Ruhrnachrichten moderierte Derby-Abend zu Tage brachte.

#bild#Darüber hinaus weckten Ausschnitte aus früheren Begegnungen Erinnerungen an besondere Derby-Momente. Zum Beispiel an das berühmte Nebelspiel aus dem Jahr 1966, als die Zuschauer auf den Rängen und selbst die Akteure auf dem Platz Mühe hatten, das Spielgeschehen zu verfolgen. Oder an den legendären Hundebiss in das Hinterteil des Schalkers Friedel Rausch im Derby vom 6. September 1969. Oder an das Kopfballtor zum 2:2-Ausgleich in letzter Spielminute durch den damaligen Schalker Torhüter Jens Lehmann im Derby vom 19. Dezember 1997.

Natürlich wurde Klaus Fischer auch auf seinen spektakulären Treffer per Fallrückzieher angesprochen. „Aber im Derby war das egal, ob und wie ich ein Tor mache. Hauptsache wir gewannen.“ Und er fügte schmunzelnd hinzu: „Bei uns war das früher kein Problem.“

#bild#Lacher für Willi „Ente“ Lippens

Gewohnt viele Lacher auf seiner Seite hatte Unikum Willi „Ente“ Lippens, der schon als Spieler seine Gegner nicht nur durch filigrane Tricks, sondern häufig auch verbal zur Verzweiflung brachte: „Ich habe immer viel mit meinen direkten Gegenspielern geredet“, erzählt Lippens. „Und wenn sie sich darauf eingelassen haben, hatten sie meistens schon verloren.“

Christoph Metzelder zeigte sich beeindruckt von den alten Geschichten. „Ich habe das Gefühl, dass die Rivalität bei den Spielern früher noch stärker gelebt wurde. Zu meiner Zeit lief das alles etwas professioneller ab, auch wenn wir natürlich immer um die Bedeutung des Derbys wussten und es auf beiden Seiten Spieler gab, die eng mit dem Umfeld der jeweiligen Fans und Stadt verbunden waren. Sie haben die Kollegen dann auf die Besonderheit des Derbys einschworen.“

#bild#Torwandschießen wie im ZDF-Sportstudio

Das Derbyfieber wurde am Montagabend übrigens zugunsten der Schalker entschieden. Am Ende hieß es nach dem Torwandschießen 5:3 für Blau-Weiß. Es wurde ungefähr von der Hälfte des Publikums als gutes Omen für den kommenden Sonntag gewertet.

Bildergalerie zum Derbyfieber.

Die weiteren Veranstaltungen des Kulturprogramms ANSTOSS.

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