| Fußballmuseum erhält Kanaleinlass aus Kaiserslautern

Auf diesen Kanaleinlass spielten einst die Gebrüder Walter in Kaiserslautern.

1928: Ottmar (1. v. li.) und Fritz (5. v.re.) Walter inmitten der Kinder aus der Nachbarschaft.

Ein außergewöhnliches Exponat hat die Stiftung DFB Fußballmuseum jetzt aus Kaiserslautern erhalten. Es handelt sich um einen Kanaleinlass aus dem Zeitraum zwischen 1920 und 1940, der von den Fußball spielenden Kindern zu jener Zeit auf der Straße als Tormarkierung diente.

#bild#Mit besonderem Dank an die Stadt, die den Ausbau und die Einlagerung des Kanaleinlasses bewerkstelligt hatte, nahm Kurator Julian Oppmann das Exponat für die Stiftung DFB-Fußballmuseum entgegen: „Das ist ein echtes Highlight für die Ausstellung.  Wir werden den Kanaleinlass unter der Überschrift ‚Fußball abseits des Fußballplatzes‘ besonders hervorheben. Denn der Fußball auf der Straße war Nährboden für wahre Fußballgrößen und viele spätere Nationalspieler.“

Auch Fritz Walter und seine Freunde lernten das Fußballspiel von der Pike auf in den Straßen vor ihren Wohnhäusern und bedienten sich der Kanalschächte in den Bordsteinen als Markierung und Torersatz.

„Kaiserslautern und Fußball gehören untrennbar zusammen. Deshalb sind wir besonders stolz, dass wir dem Deutschen Fußballmuseum ein so großartiges Exponat mit historischem Hintergrund zur Verfügung stellen konnten. Es ruft ins Bewusstsein, dass die Kinder zu der damaligen Zeit noch keine Spiel- und Bolzplätze hatten, sondern das Spielen auf der Straße stattfand. Und von der Straße aus ist Fritz Walter zu einer Legende geworden, die den Kaiserslauterern bis heute sehr am Herzen liegt“, so Erwin Saile, Geschäftsführer der Fritz-Walter-Stadion Kaiserslautern GmbH, der die Übergabe des außergewöhnlichen Exponats in die Wege leitete und organisierte.

Weitere spannende und interessante Ausstellungsstücke wird es zu sehen geben, wenn das Deutsche Fußballmuseum voraussichtlich Ende 2014 in Dortmund seine Pforten öffnet.

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