Das Besucherporträt: „Ich hatte direkt Gänsehaut!"

      Als wir uns auf die Suche machen, nach Besuchern, die wir hier vorstellen möchten, nach Besuchern, die etwas zu erzählen haben, müssen wir gar nicht lange suchen. Direkt am Anfang der Ausstellung steht ein älterer Herr mit offenem Mund. „Ja, ich hab hier direkt Gänsehaut. Wahnsinn.“ Ok – den Fan wollen wir näher kennenlernen.

      Reinhard Weis aus Münster hatte Geburtstag. Also hat sich seine Familie gedacht: Schenken wir ihm doch einen Ausflug ins Deutsche Fußballmuseum! Eine gute Entscheidung. Weis wird nach seiner Ankunft direkt in den Bann der Ausstellung gezogen. Er erzählt von seiner spontanen Gänsehaut, als er im Bereich zum Wunder von Bern steht. Hier schlägt Weis‘ Fußballherz höher.
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      Es ist zwar schon einige Jahrzehnte her, aber an seinen ersten Besuch eines Fußballspiels kann sich Reinhard Weis noch genau erinnern. „Das war Preußen Münster gegen den HSV. Ein 1:1. Uwe Seeler ist drei, vier Meter neben mir hergelaufen – das war für mich damals ein Fußballgott!“ Weis ist fußballverrückt. Und der Rest seiner Familie auch: Mit dabei beim Ausflug ins Museum sind neben seiner Frau: die Söhne, eine Schwiegertochter und die Enkelkinder. Weis‘ Herz schlägt allerdings weder für Münster, noch für den HSV. Sondern für Gladbach. Das trifft sich gut. Im Deutschen Fußballmuseum kann sich Weis zum Beispiel die originalen Trikots von Günter Netzer aus Gladbach und von Real Madrid ansehen. In der Ausstellung wird auch die Gladbacher Fanseele zum Brennen gebracht – frei nach dem Motto der Vereinshymne.

      Aber auch die Nationalmannschaft fasziniert den Familien-Opa. „Das ist hier genau wie damals. So, wie wir das Spiel erlebt haben“, sagt er, als er durch den Bereich zum Wunder von Bern geht. Mit leuchtenden Augen sieht er den Schuh von Helmut Rahn. Vor beeindruckenden Nachbildungen der Helden von 54. Und blickt auf den eckigen Fernseher im damaligen Stil. Hier sieht Weis das Spiel noch einmal. Mit seiner ganzen Familie. Der Besuch im Museum hat sich gelohnt. „Dortmund ist ja keine Entfernung. Klar, dass wir da mal kommen wollten!“

      Einmal im Monat stellt das Deutsche Fußballmuseum in der Serie „Besucherporträts“ Besucher und deren Geschichte vor. Wir möchten damit zeigen, wie facettenreich unser Publikum ist. Alle Geschichten sind das Ergebnis unentgeltlicher Interviews.

       

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