Lahm, Schuster und Rummenigge in die HALL OF FAME berufen

      Die Jury hat drei Weltstars neu in die Ruhmeshalle aufgenommen.

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      Mit Karl-Heinz-Rummenigge, Bernd Schuster und Philipp Lahm erhält die HALL OF FAME des deutschen Fußballs klangvolle Neuzugänge. Alle drei zählten auf dem Zenit ihrer Spielerkarriere zur absoluten Weltklasse. Während sich Rummenigge und Lahm vor allem in Diensten von Bayern München und als Kapitän der deutschen Nationalmannschaft internationale Anerkennung verschafften, avancierte Schuster im Ausland bei den drei großen spanischen Clubs FC Barcelona, Real und Atlético Madrid zu einem der besten Mittelfeldspieler der 1980er-Jahre.
      Rummenigge und Schuster wurden als erste Spieler der Europameistermannschaft von 1980 in die HALL OF FAME berufen. Lahm hält nach Miroslav Klose als zweiter Weltmeister von 2014 Einzug in die Ruhmeshalle im Deutschen Fußballmuseum, er war nach Ablauf der Fünf-Jahres-Frist seit Karriereende in diesem Jahr erstmals wählbar. Die Jury hatte über die Auswahl jeweils eines Spielers aus den Kategorien Abwehr, Mittelfeld und Angriff zu entscheiden.

      Museumsdirektor Manuel Neukirchner: „Die Nominierten haben sich mit herausragenden Leistungen über einen langen Zeitraum ihren Platz in der HALL OF FAME sehr verdient. Gleichwohl fiel die Auswahl angesichts so vieler hochkarätiger Spieler, die der deutsche Fußball herausgebracht hat, wie immer schwer. Insofern bleibt die HALL OF FAME unvollständig und steht den zahlreichen namhaften Kandidaten, die es bisher noch nicht in diesen illustren Kreis geschafft haben, immer offen.“

      Karl-Heinz Rummenigge: „Nachdem ich im Mai bereits in die italienische Hall of Fame aufgenommen wurde, freue ich mich nun umso mehr, dass mir diese Ehre auch in meinem Heimatland zuteil wird. Es ist doch sehr schön, wenn man noch einmal als ,jüngster Neuzugang' bezeichnet wird. Ich bedanke mich bei der Jury und gratuliere den ebenfalls neu ernannten Philipp Lahm sowie Bernd Schuster, mit dem ich 1980 die Europameisterschaft feiern durfte. Die Hall of Fame bedeutet für mich vor allem, dass das Deutsche Fußballmuseum einen Ort geschaffen hat für Persönlichkeiten, deren Namen unweigerlich mit unvergessenen Erlebnissen verbunden sind. Und es sind doch die gemeinsamen Erlebnisse, die uns im Herzen verbinden und die uns als Menschen prägen. Wenn man die Namen der Mitglieder liest, kommen natürlich sehr viele Erinnerungen hoch. Franz Beckenbauer, einer meiner ersten Mentoren, mit dem ich noch Jahrzehnte gemeinsam beim FC Bayern verbracht habe, ebenso Gerd Müller, von dem ich so viel lernen durfte, Paul Breitner, mein wunderbarer Partner zu ‚Breitnigge‘-Zeiten oder Udo Lattek, mein erster Trainer. Sie alle haben meine Karriere begleitet, geprägt oder gefördert und es stellt für mich eine große Anerkennung dar, nun Teil dieses ausgewählten Kreises zu sein.“

      Bernd Schuster: „Über die Ernennung in die Hall of Fame freue ich mich riesig. Wenn man wie ich über 30 Jahre im Ausland lebt, läuft man Gefahr, in Vergessenheit zu geraten. Ich habe meine Heimat in all den Jahren in Spanien nie aus den Augen verloren, im Gegenteil. Ich habe mich immer auch als Botschafter Deutschlands in Spanien betrachtet, und bin deshalb sehr stolz über diese Auszeichnung.“
      Philipp Lahm: „Es ist eine unglaubliche Ehre, in die HALL OF FAME des deutschen Fußballs aufgenommen zu werden. Es fühlt sich fast unwirklich an, einen Platz an der Seite der ganz großen Legenden unseres Sports zu bekommen. Ich wusste zwar nicht, dass ich schon museumsreif bin, aber ich freue mich ganz besonders über diese außergewöhnliche Auszeichnung. Mein Glückwunsch geht natürlich auch an Karl-Heinz Rummenigge und Bernd Schuster, die ebenfalls in die HALL OF FAME aufgenommen werden.“

      Insgesamt standen 82 Spieler auf der Shortlist für die Neuaufnahme in die HALL OF FAME des deutschen Fußballs. Grundsätzlich können deutsche Persönlichkeiten aus dem Männer- und Frauenfußball von 1900 bis heute vorgeschlagen werden, die ihre Karriere mindestens fünf Jahre beendet haben. Zu berücksichtigen sind insbesondere herausragende Leistungen in der Nationalmannschaft vor und nach dem Krieg, in der ehemaligen DDR-Auswahl sowie im nationalen und internationalen Vereinsfußball.
      Die offizielle Ehrung und Aufnahme der neuen HALL-OF-FAME-Mitglieder erfolgt im kommenden Jahr im Deutschen Fußballmuseum. Die diesjährigen Neuzugänge aus dem Fußball der Frauen (Christa Kleinhans, Bärbel Wohlleben, Anne Trabant-Haarbach, Ariane Hingst und Nadine Angerer) waren bereits im Juli feierlich aufgenommen worden.

      Bislang in die HALL OF FAME des deutschen Fußballs berufen wurden:
      Frauen, Jahrgang 2022: Nadine Angerer, Ariane Hingst, Anne Trabant-Haarbach, Christa Kleinhans, Bärbel Wohlleben
      Männer, Jahrgang 2021: Jürgen Kohler, Horst Eckel, Joachim Streich, Miroslav Klose, Udo Lattek
      Männer, Jahrgang 2020: Berti Vogts, Michael Ballack, Andreas Möller, Klaus Fischer, Rudi Völler
      Männer, Jahrgang 2019: Oliver Kahn, Hans-Jürgen Dörner, Wolfgang Overath, Jürgen Klinsmann, Helmut Schön
      Frauen, Jahrgang 2019 (Gründungself): Silke Rottenberg; Steffi Jones, Doris Fitschen, Nia Künzer; Renate Lingor, Silvia Neid, Martina Voss-Tecklenburg, Bettina Wiegmann; Inka Grings, Birgit Prinz, Heidi Mohr; Tina Theune
      Männer, Jahrgang 2018 (Gründungself): Sepp Maier; Franz Beckenbauer, Paul Breitner, Andreas Brehme; Günter Netzer, Lothar Matthäus, Fritz Walter, Matthias Sammer; Uwe Seeler, Gerd Müller, Helmut Rahn; Sepp Herberger

      Die Jury zur HALL OF FAME des deutschen Fußballs bilden: Dirk Adam (Sport Illustrated Deutschland), Frederik Ahrens (Hamburger Morgenpost), Gernot Bauer (Eurosport), Michael Bracher (DAZN), Gianni Costa (Rheinische Post), Alfred Draxler (BILD), Ralph Durry (SID), Stefan Frommann (WELT/WELT am SONNTAG), Thomas Fuhrmann (ZDF), Pit Gottschalk (Sport1), Anno Hecker (Frankfurter Allgemeine Zeitung), Christian Hollmann (dpa), Jörg Jakob (kicker), André Keil (VDS), Sascha Klaverkamp (Ruhr Nachrichten), Erich Laaser (VDS), Alexander Laux (Hamburger Abendblatt), Christian Löer (Kölner Stadt-Anzeiger), Frank Robens (RTL), Tino Meyer (Sächsische Zeitung), Peter Müller (FUNKE Sport), Mario Nauen (Sky), Manuel Neukirchner (Deutsches Fußballmuseum), Heiko Ostendorp (RND), Dirk Preiß (Stuttgarter Zeitung/Stuttgarter Nachrichten), Astrid Rawohl (Deutschlandfunk), Dirc Seemann (Sport1), Steffen Simon (DFB), Claus Vetter (Der Tagesspiegel), Martin Volkmar (ran), Mark Weishaupt (Saarbrücker Zeitung).

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