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        Guido Buchwald

        * 24. Januar 1961, West-Berlin
        Abwehr

        Stationen als Spieler:
        1979-1983         Stuttgarter Kickers 
        1983-1994         VfB Stuttgart 
        1994-1997         Urawa Red Diamonds
        1998-1999         Karlsruher SC

        Verein:
        334 Spiele, 28 Tore (Bundesliga) 
        127 Spiele, 11 Tore (J-League, Japan)

        Erfolge:
        Deutscher Meister: 1984, 1992
         

        Nationalmannschaft:
        76 Spiele, 4 Tore


        Weltmeister: 1990
        Vize-Europameister: 1992

        Den gebürtigen Berliner zieht es bereits in seiner Jugendzeit nach Stuttgart, zunächst zu den Kickers, wo er sich später in der zweiten Liga im Profifußball etabliert. Im Alter von 22 Jahren erfolgt sein Wechsel zum großen Nachbarn VfB in die Bundesliga. Dort spielt Buchwald in seiner ersten Saison alle 34 Ligaspiele von Beginn an und gewinnt mit seinem Team sogleich die Deutsche Meisterschaft, die erste für die Schwaben seit 34 Jahren. Acht Jahre später reckt er als VfB-Kapitän nach einem dramatischen Saisonfinale erneut die Schale in die Höhe. Dank seines Kopfballtreffers in der 88. Minute in Unterzahl am letzten Spieltag bei Bayer 04 Leverkusen können die Stuttgarter den Dreikampf um den Titel mit Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt kurz vor Schluss noch für sich entscheiden.

        1984 debütiert Buchwald in der deutschen Nationalmannschaft, für die er insgesamt 76-mal aufläuft. Vor der WM 1986 in Mexiko noch von Teamchef Franz Beckenbauer aus dem Kader gestrichen, strebt Buchwald vier Jahre später beim Turnier in Italien dem Höhepunkt seiner Karriere entgegen. Der zuverlässige Defensivspezialist kommt bei allen sieben Endrundenspielen zum Einsatz und glänzt dabei auch mit ungeahnten Offensiv-Qualitäten sowie mit technischen Raffinessen. Nach einem Übersteiger mit anschließender Torvorlage auf Jürgen Klinsmann im Achtelfinale gegen Europameister Niederlande verpassen ihm seine Mannschaftskollegen in Anlehnung an Argentiniens Ballkünstler Maradona den Spitzennamen „Diego“. 

        Im Finale gegen die Südamerikaner kommt es dann zum direkten Duell mit dem echten Diego. Über die gesamte Spieldauer lässt Buchwald mit stets fairen Mittel den seinerzeit besten Spieler der Welt nicht zur Entfaltung kommen. Der Zweikampf der beiden steht symptomatisch für das Spielgeschehen im Stadio Olimpico von Rom, bei dem die Argentinier trotz des knappen Endresultats von 1:0 durch das Elfmetertor von Andy Brehme chancenlos gegen die deutsche Mannschaft sind. 

        Sein Weltmeister-Trikot stellt Guido „Diego“ Buchwald Jahre später für die Ausstellung des Deutschen Fußballmuseums zur Verfügung, wo es standesgemäß einen Ehrenplatz neben dem blauen Endspieltrikot von Diego Armando Maradona erhält. 

        Die HALL OF FAME des deutschen Fußballs ist auf Initiative des Deutschen Fußballmuseums gegründet worden. Im November 2018 und Januar 2019 haben führende Sportjournalistinnen und Sportjournalisten die Gründungsmannschaften der Männer und Frauen gewählt. Die Jurymitglieder waren aufgerufen, ihre Spieler- und Trainerpersönlichkeiten des deutschen Männer- und Frauenfußballs zu berufen. Genannt werden durften Spielerinnen und Spieler, die für deutsche Auswahlmannschaften spielberechtigt waren und deren Karriereende mindestens fünf Jahre zurückliegt. Die HALL OF FAME würdigt die größten Legenden des deutschen Fußballs erstmals zentral an einem Ort. Sie ist Teil der Dauerausstellung im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund. Am 1. April 2019 eröffnet, ist so eine dauerhafte Pilgerstätte für alle Fußballfans entstanden. Die Jury entscheidet im jährlichen Rhythmus über weitere Neuaufnahmen aus dem Männer- und Frauenfußball.

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