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        Jupp Heynckes

        * 09. Mai 1945, München Gladbach
        Trainer

        Stationen als Trainer:
        1979-1987         Borussia Mönchengladbach
        1987-1991          FC Bayern München
        1992-1994         Athletic Bilbao
        1994-1995         Eintracht Frankfurt
        1995-1997         CD Teneriffa                    
        1997-1998         Real Madrid
        1999-2000       Benfica Lissabon
        2001-2003       Athletic Bilbao
        2003-2004      FC Schalke 04
        2006-2007      Borussia Mönchengladbach
        2009                  FC Bayern München
        2009-2011        Bayer 04 Leverkusen 
        2011-2013         FC Bayern München
        2017-2018         FC Bayern München

        Verein:
        668 Spiele (Bundesliga)
        274 Spiele (Primera Division, Spanien)
        38 Spiele (Primeira Division, Portugal)

        Erfolge:
        Deutscher Meister: 1989, 1990, 2013, 2018
        DFB-Pokalsieger: 2013
        Champions-League-Sieger: 1998, 2013
         

        Nationalmannschaft:
        76 Spiele, 4 Tore


        Weltmeister: 1990
        Vize-Europameister: 1992

        Als Jupp Heynckes am 1. Juni 2013 den DFB-Pokal in den Berliner Abendhimmel reckt, hat er mit dem FC Bayern München etwas Einzigartiges vollbracht: Den Gewinn des Triples aus Deutscher Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions-League – das ist zuvor noch keinem Trainer mit einem deutschen Verein gelungen. Die einzelnen Titel gewinnt er auch schon zuvor, den DFB-Pokal allerdings noch als Spieler. In seiner ersten Münchener Amtszeit Ende der 1980er-Jahre führt er die Bayern bereits zu zwei Meisterschaften, 1998 ist er mit Real Madrid im Finale der Champions League siegreich. 

        Heynckes‘ Werdegang als Trainer gleicht der Entwicklung eines guten Weines, der mit zunehmendem Alter sein ganzes Potenzial entfaltet. Als damals jüngster Coach der Bundesligageschichte wechselt er bei Borussia Mönchengladbach nur ein Jahr nach Beendigung seiner Spieler-Karriere vom Spielfeld an die Seitenlinie, als Nachfolger von Trainerlegende Udo Lattek.  Schnell entpuppt er sich als Versprechen für die Zukunft. Er etabliert seine Mannschaft im oberen Tabellendrittel der Bundesliga und schafft mit ihr 1984 den Einzug ins Pokalfinale. Auch wenn seine Arbeit als Trainer der Fohlenelf titellos bleibt, wird sie als zuverlässig und erfolgreich bewertet. Gleichwohl gilt sein Umgang mit einigen Stars zuweilen als unentspannt. Seine vorwiegend auf Strenge und Disziplin basierende Mannschaftsführung weicht im Laufe der Zeit auf, ohne dass er an Respekt einbüßt. Während seiner insgesamt achtjährigen Tätigkeit im Süden Europas bei Athletic Bilbao, CD Teneriffa, Real Madrid und Benfica Lissabon reifen in „Don Jupp“ Gelassenheit und Souveränität. 

        Ein Hilferuf seines alten Freundes Uli Hoeneß, der in der Endphase der Saison 2008/2009 in München einen Nachfolger für den glücklosen Jürgen Klinsmann sucht, läutet die Ära ein, die Heynckes endgültig auf den Trainer-Olymp hievt. Mit dem Erreichen der Champions League rettet er zunächst die Spielzeit der Bayern, ehe er in der darauffolgenden Saison bei Bayer Leverkusen mit 24 ungeschlagenen Spielen einen neuen Bundesliga-Startrekord aufstellt. 2011 beginnt seine dritte Amtszeit bei den Bayern, die mit dem ultimativen Triple-Triumph endet. Vier Jahre später unterbricht er seinen wohlverdienten Ruhestand noch einmal für einen Freundschaftsdienst an Uli Hoeneß und gewinnt mit den Münchenern 29 Jahre nach seinem ersten Titel zum vierten Mal die Deutsche Meisterschaft. Ein entsprechend gereifter Wein dürfte unbezahlbar sein.

        Die HALL OF FAME des deutschen Fußballs ist auf Initiative des Deutschen Fußballmuseums gegründet worden. Im November 2018 und Januar 2019 haben führende Sportjournalistinnen und Sportjournalisten die Gründungsmannschaften der Männer und Frauen gewählt. Die Jurymitglieder waren aufgerufen, ihre Spieler- und Trainerpersönlichkeiten des deutschen Männer- und Frauenfußballs zu berufen. Genannt werden durften Spielerinnen und Spieler, die für deutsche Auswahlmannschaften spielberechtigt waren und deren Karriereende mindestens fünf Jahre zurückliegt. Die HALL OF FAME würdigt die größten Legenden des deutschen Fußballs erstmals zentral an einem Ort. Sie ist Teil der Dauerausstellung im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund. Am 1. April 2019 eröffnet, ist so eine dauerhafte Pilgerstätte für alle Fußballfans entstanden. Die Jury entscheidet im jährlichen Rhythmus über weitere Neuaufnahmen aus dem Männer- und Frauenfußball.

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