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      Renate Lingor

      Renate Lingor
      11. Oktober 1975, Karlsruhe
      Mittelfeld

      Stationen als Spielerin:
      1991-1997 SC Klinge Seckach
      1997–2008 1. FFC Frankfurt

      Erfolge:
      Deutsche Meisterin: 1999, 2001, 2002, 2003, 2005, 2007, 2008
      DFB-Pokalsiegerin: 1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2007, 2008
      UEFA Womens’s Cup-Siegerin: 2002, 2006, 2008

      Nationalmannschaft:
      149 Spiele (35 Tore)
      Weltmeisterin: 2003, 2007
      Europameisterin: 2001, 2005
      Olympische Bronzemedaille: 2000, 2004, 2008

      Die gebürtige Karlsruherin hat im Fußball alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Das meiste gleich mehrmals. Einzigartig ist ihre Auszeichnung  zur „Besten Hallenspielerin aller Zeiten“, die ihr im Jahr 2014 zuteilwurde. Es ist vielleicht nicht ihr bedeutendster Titel, aber er sagt einiges darüber aus, welche Eigenschaften ihr Spiel ausmachten.

      Die Basis war eine herausragende Technik, die es Lingor erlaubte, sich auf engstem Raum gegen ihre Gegnerinnen zu behaupten. Dazu gesellten sich ein Sinn für Kreativität und der Blick für bespielbare Räume, die sie für ihre Nebenleute mit genialen Pässen eröffnete. Dass sie in den 2000er Jahren zur spielbestimmenden Figur in der Nationalmannschaft aufstieg und maßgeblich an dem Gewinn von zwei WM-Titeln beteiligt war, hatte sie allerdings nicht nur ihren stets leichtfüßig anmutenden Aktionen zu verdanken. Lingor zeichnete auch eine große Kämpfernatur aus. Dann entsprach sie ganz dem Wesen von „Idgie“. Ihr einer Roman- und Spielfilmfigur entliehener Spitzname stand für ihre zupackende, resolute und zielstrebige Art. Auf diese Weise erwehrte sie sich dem Ruf als kleine Diva, der ihr in jungen Jahren zuweilen vorauseilte, und entwickelte sich zu einer nahezu kompletten Spielerin, die auch in der Balleroberung Akzente zu setzen vermochte.

      Hall of Fame

      Die HALL OF FAME des deutschen Fußballs ist auf Initiative des Deutschen Fußballmuseums gegründet worden. Im November 2018 und Januar 2019 haben führende Sportjournalistinnen und Sportjournalisten die Gründungsmannschaften der Männer und Frauen gewählt. Die Jurymitglieder waren aufgerufen, ihre Spieler- und Trainerpersönlichkeiten des deutschen Männer- und Frauenfußballs zu berufen. Genannt werden durften Spielerinnen und Spieler, die für deutsche Auswahlmannschaften spielberechtigt waren und deren Karriereende mindestens fünf Jahre zurückliegt. Die HALL OF FAME würdigt die größten Legenden des deutschen Fußballs erstmals zentral an einem Ort. Sie ist Teil der Dauerausstellung im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund. Am 1. April 2019 eröffnet, ist so eine dauerhafte Pilgerstätte für alle Fußballfans entstanden. Die Jury entscheidet im jährlichen Rhythmus über weitere Neuaufnahmen aus dem Männer- und Frauenfußball.

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