Quelle: BCA-Magazin 10/66

Max Einstoß

Geboren 1906
Spieler

Max Einstoß war wie sein jüngerer Bruder Isidor seit seiner Jugend ein begeisterter Fußballer und Spieler beim BC Augsburg, dem Vorgängerverein des FC Augsburg. Zudem soll er auch als Handballer und in der Leichtathletik aktiv gewesen sein. Für die Herrenmannschaften des BC Augsburg war er wahrscheinlich aber nie im Einsatz.

Bereits 1930, drei Jahre vor der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten, entschied sich Einstoß für die Emigration nach Südamerika. In Buenos Aires gründete Vater Philipp – der bereits in Augsburg ein mittelständiges Kaufhaus geführte hatte und seinem Sohn 1939 folgte – ein Textilwarengeschäft, das Max Einstoß nach dem Tod des Vaters weiterführte. Später kam noch ein zweites Kaufhaus hinzu.

In Argentinien soll er nach Ende des Zweiten Weltkriegs als Repräsentant des DFB aktiv gewesen sein und sich mit Bundestrainer Sepp Herberger angefreundet haben. Als Dolmetscher begleitete er die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft vor und während der Weltmeisterschaft 1962 in Chile.

Mitte der 60er Jahre kehrte er auf einer Europa-Reise für einen kurzen Aufenthalt nach Augsburg zurück und besuchte seine alten Kameraden vom BC Augsburg. Sein weiterer Lebensweg ist nicht bekannt.

Autor: Matthias Bitzl

Literaturverweise
Benigna Schönhagen: "Wie eine Insel im braunen Meer", Lorenz Pfeiffer/Henry Wahlig: "Jüdische Fußballvereine im nationalsozialisitischen Deutschland", BCA-Magazin 10/1966, 11FREUNDE: "Verlorene Helden"
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