DORTMUNDtourismus legt Studie vor

Metropolregion Rhein-Ruhr profitiert vom zukünftigen DFB-Fußballmuseum

Die Stadt Dortmund und das Ruhrgebiet profitieren vom Bau und durch den späteren Betrieb des DFB-Fußballmuseums nachhaltig. Zu diesem Ergebnis kommt eine heute in Dortmund der Öffentlichkeit vorgestellten Studie des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr (dwif) aus München, die im Auftrag von DORTMUNDtourismus die wirtschaftliche Bedeutung des künftigen DFB-Fußballmuseums untersucht hat. 

Das Museum für den deutschen Fußball, das voraussichtlich 2014 in Dortmund eröffnet, wird sich als harter und weicher Standortfaktor für die Region bewähren, so die Prognose.

Die wesentlichen Ergebnisse der Studie lauten:

  • Bereits vor seiner Eröffnung entstehen durch die Planung und durch den Bau des DFB-Fußballmuseums umfangreiche wirtschaftliche Effekte. Insgesamt ergibt sich eine Gesamtwertschöpfung von rund 50,5 Mio. € für die regionale und überregionale Bauwirtschaft, wodurch eine Beschäftigung in Höhe von rund 820 Vollzeitstellen ausgelöst wird.
  • Durch den späteren Betrieb des DFB-Fußballmuseums entstehen jährlich direkte und indirekte Umsätze in Höhe von bis zu 19 Mio. € für die regionale Wirtschaft. Die Ausgaben des durchschnittlichen Tagesbesuchers werden dabei ca. 35,50 € betragen, wovon insbesondere die Gastronomie, das Hotelgewerbe sowie der Einzelhandel profitieren werden.
  • Durch den späteren Betrieb wird das DFB-Fußballmuseum ab 2014 in und außerhalb des Museums langfristig bis zu mehr als 280 Vollzeitarbeitsplätze in der Region schaffen.
  • Durch die direkten und indirekten Umsätze der Besucher in und außerhalb des Museums fließen der öffentlichen Hand nach der Eröffnung jährliche Steuereinnahmen in Höhe von bis zu 1,5 Mio. € zu.
  • Das DFB-Fußballmuseum wird durch seine Strahlkraft ein zentraler Marketingfaktor für die Stadt Dortmund und das Ruhrgebiet, wodurch der Tourismus in der Metropole Ruhr und darüber hinaus nachhaltig profitieren wird.

Dr. Manfred Zeiner, Geschäftsführer des dwif und Projektleiter der vorgelegten Studie, resümiert: „Das DFB-Fußballmuseum in Dortmund wird als eine attraktive Einrichtung mit einem hohen Besucheraufkommen der regionalen Wirtschaft wertvolle Impulse geben. Weil das Museum als publikumsträchtiger, populärer Kulturbetrieb eng mit anderen Branchen verflochten ist, ergeben sich komplexe Wertschöpfungsketten, durch die besonders das Gastgewerbe, der Einzelhandel und der Dienstleistungssektor profitieren werden. Der hohe Marketingwert des Museums für die Region ist ebenfalls herauszustellen.“

Der Deutsche Fußball-Bund investiert den wirtschaftlichen Gewinn der WM 2006 in Deutschland und Sponsorengelder in Höhe von zusammen 17,5 Mio. € in das Fußballmuseum – und damit in den Standort NRW. Das Land Nordrhein-Westfalen beteiligt sich mit einer Fördersumme in Höhe von 18,5 Mio. € an der Errichtung des DFB-Fußballmuseums, die Stadt Dortmund steuert das Grundstück bei. 

Ökonomisch ergibt sich für den öffentlichen Fördergeber NRW und für die Stadt Dortmund schon in weniger als 6 Jahren nach der Eröffnung des Fußballmuseums ein beachtlicher „Return on Invest“: Mehr als 100 Mio. € Umsatz sind dann bereits in die regionale Wirtschaft zurückgeflossen.

Hinzu kommen positive Imageeffekte, die vom DFB-Fußballmuseum für die Stadt und die Region ausgehen: Die Studie nennt in diesem Zusammenhang die Steigerung der Attraktivität der Stadt und der Region als Tourismus- und Tagungsort, den Werbewert, der insbesondere für die Stadt durch eine überregionale Berichterstattung entsteht, die weitere Aufwertung des Ruhrgebiets als Kulturort abseits von Kohle und Stahl oder das Auslösen weiterer vergleichbarer Investitionen in Kultur- und Unterhaltungseinrichtungen in NRW.

Oberbürgermeister Ullrich Sierau fühlt sich durch die Studie bestätigt, dass sich Dortmund als Standort für dieses Leuchtturmprojekt beworben hat: „Das DFB-Fußballmuseum ist ohne jeglichen Zweifel schon jetzt ein wichtiger ökonomischer Impulsgeber und Imagefaktor für unsere Stadt und daher für Dortmund und für das ganze Land NRW ein riesiger Gewinn. Mit diesem Projekt leistet Dortmund einen weiteren starken Beitrag zur Sport- und Kulturmetropole Ruhr.“

Die Bedeutung des DFB-Fußballmuseums für den Tourismus stellt Matthias Rothermund, Geschäftsführer von DORTMUNDtourismus, heraus: „Das DFB Fußballmuseum ist für die Tourismusarbeit ein Glückslos. Ein touristisch hochwertiges Produkt, das es sonst nirgendwo gibt, 365 Tage im Jahr angeboten werden kann und damit das kulturtouristische Portfolio Dortmunds um einen höchst authentischen Faktor ergänzt, ist ein willkommener Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Städtedestinationen. Das ist das, was die Reiseveranstalter wollen. In unseren Anstrengungen, Dortmund als Tourismusdestination weiter auszubauen, ist das ein gewaltiger Schritt nach vorne.“

„Die Förderung unseres Projektes durch das Land stellt keine Subventionierung für den Fußball dar, sondern ist eine durch und durch sinnvolle Investition in die Metropolregion Ruhr. Das belegt die Studie eindrucksvoll“, kommentiert Manuel Neukirchner, Geschäftsführer der Stiftung DFB Fußballmuseum, die Untersuchungsergebnisse.

Die dwif-Studie zur wirtschaftlichen Bedeutung des DFB-Fußballmuseums hatte DORTMUNDtourismus, die offizielle Tourismusmarketingorganisation der Stadt Dortmund, als Ergänzung zur bereits vorliegenden allgemeinen Tourismusstudie in Auftrag gegeben. Standortspezifische Grundlagenstudien, Branchenbetriebsvergleiche, Ausgabenstrukturuntersuchungen, Untersuchungen zum Städte- und Kulturtourismus, vorliegende Standortanalysen des DFB-Fußballmuseums sowie eine Quantifizierung der relevanten wirtschaftlichen Effekte auf Basis einer Wirtschaftlichkeitshochrechnung bildeten den Kern der Untersuchungsquellen.

Realisiert wird das DFB-Fußballmuseum durch die Stiftung DFB Fußballmuseum. Der erste Spatenstich für das neu entstehende Gebäude erfolgt im September 2012, die Museumseröffnung ist für den Herbst 2014 geplant.

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