Helmut-Rahn-Realschule besucht das Deutsche Fußballmuseum

      570 Schülerinnen und Schüler einer Essener Realschule haben am vergangenen Montag das Fußballmuseum besucht. Normalerweise hat die Ruhmeshalle des deutschen Fußballs montags geschlossen, doch der Anlass des Besuches war Grund genug, die Tore zu öffnen:

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      Die Realschule Essen-West nannte sich im Juni nach 100-jährigem Bestehen offiziell in die Helmut-Rahn-Realschule um. Die in Essen-Frohnhausen beheimatete Schule liegt in direkter Nachbarschaft zur Familie des Helden von Bern. Der Enkel von Helmut Rahn war sogar selbst „Essen-Westler“. 

      Bereits vor über zwei Jahren sei die Idee der Umbenennung entstanden, im Juni wurde es dann konkret. Der berühmte Sohn der Stadt genießt seit Jahrzehnten bundesweite Aufmerksamkeit. Von dieser möchte die Schule profitieren und begeht die Umbenennung in einer Projektwoche. Auftakt der besonderen Woche war der Ausflug nach Dortmund ins Deutsche Fußballmuseum. 
      Gemeinsam mit Museumsdirektor Manuel Neukirchner, zahlreichen Lehrkräften und Schulleiterin Rita Williams waren die Schülerinnen und Schüler auf der Suche nach der Geschichte ihres neuen Namensgebers. 

      Höhepunkt der Führung war sicherlich das originale Rahn-Trikot aus dem WM-Finale 1954. Dieses Stück Stoff trug der „Boss“ am 4. Juli 1954 im Berner Wankdorf-Stadion und sicherte der kriegsgebeutelten Nation den ersten WM-Titel. Das Trikot war übrigens 66 Jahre lang im Besitz der Familie Rahn, erst 2020 vermachte sie es dem Deutschen Fußballmuseum und damit der Öffentlichkeit zugänglich. 

      Doch auch ein eher unscheinbares Exponat beeindruckte die Essener: das Kohlekreuz Helmut Rahns. Jenes stand zu Lebzeiten auf seinem Nachttisch und  symbolisiert nachdrücklich die Facetten des Weltmeisters: Demütig und stolz auf die Bergbauregion sowie seine Verbundenheit zum Christentum. Neben einigen Fehlleistungen in der Vita von Helmut Rahn sind es vor allem die Liebe und Dankbarkeit für die Stadt Essen und den Fußball, die in Erinnerung bleiben. 

      Ein großes Ziel der Umbenennung ist es daher, den Namen Helmut Rahn zu ehren und in die Zukunft zu transportieren. In der Stadt Essen, in Frohnhausen und natürlich in Dortmund, im Deutschen Fußballmuseum. Dort, wo Vergangenheit auf Gegenwart auf Zukunft trifft. Von Rahns Schuh, über Götzes WM-Schuh mit dem Ausblick auf die Europameisterschaft 2024 und dem hoffnungsvollen Wunsch auf Geschichten für die Ewigkeit. „Die Schülerinnen und Schüler waren so begeistert vom Besuch des Fußballmuseums, dass vielfach der Wunsch geäußert wurde, das Museum noch einmal zu besuchen“, sagte Schulleiterin Williams. 

      Am Freitag, 24. September, wird mit einem Festakt in der Apostelkirche in Frohnhausen die Projektwoche offiziell abgeschlossen. Zur Feierstunde werden neben Museumsdirektor Manuel Neukirchner auch Helmut Rahns Söhne Klaus und Uwe zugegen sein. Am 14. August 2003 starb der Boss in seiner Geburtsstadt. Sein Vermächtnis und Andenken wird im Deutschen Fußballmuseum und in der Helmut-Rahn-Realschule gewahrt.  

      Lerne die Geschichte Helmut Rahns kennen:

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