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Mit dieser Choreographie erinnerten die Fans des FC Bayern 2014 an ihren lange vergessenen Präsidenten Kurt Landauer.
Mit dieser Choreographie erinnerten die Fans des FC Bayern 2014 an ihren lange vergessenen Präsidenten Kurt Landauer. Quelle: Imago.

Seit einigen Jahren engagieren sich immer mehr Fangruppen in deutschen Fußballvereinen, um an das Schicksal verfolgter jüdischer Mitglieder zu erinnern. Diese Arbeit ist historisch sehr wichtig, weil sie unser Wissen über die Judenverfolgung und die Entwicklung des Sports in der NS-Zeit erweitert. Zum anderen sendet sie ein Signal in die heutige Gesellschaft, um aktuellen Tendenzen des Wiedererstarkens von Antisemitismus und Rassismus ein starkes Zeichen entgegenzusetzen.

Diese Projekte werden meist sowohl innerhalb des Fußballs wie darüber hinaus bislang viel zu wenig beachtet und gewürdigt – und sollen deshalb über diese Plattform eine neue Basis erhalten.

Dieses Lexikon ist bewusst als Open-Source-Projekt angelegt. Jeder Interessierte kann alle Texte frei lesen und auch seine eigenen Recherchen einstellen, die nach einer Prüfung durch die Redaktion im Deutschen Fußballmuseum freigeschaltet werden. Grundsätzlich gelten hierbei lediglich die folgenden allgemeinen Vorgaben:

  • Die eingehenden Texte sollen sich mit der Lebensgeschichte ehemaliger jüdischer Fußballer auseinandersetzen, die in heute noch bekannten Vereinen des DFB aktiv waren.
  • Die Fußballer sollten Opfer der NS-Verfolgung gewesen sein, also mindestens bis 1933 gelebt haben.
  • Die in den Texten vorgestellten Personen müssen nicht selbst aktive Fußballer gewesen sein. Es sollen ausdrücklich auch Trainer, Manager, Schiedsrichter, Mannschaftsärzte, Journalisten oder auch einfache Mitglieder von Fußballvereinen gewürdigt werden. Wichtig ist, dass ein gewisser Bezug zur Fußballabteilung des jeweiligen Klubs hergestellt werden kann.

Jeder Autor erhält die Chance, seine Recherchen über diese Plattform einem großen bundesweiten Publikum bekannt zu machen. Er bleibt dabei eigenverantwortlich für die von ihm eingestellten Texte und kann diese jederzeit verändern. Unter jeder Biographie wird der Name desjeweiligen Autoren aufgeführt. Dazu können weitergehende Links und Literaturhinweise eingegeben werden.

Auf diese Weise sollen die vielen lokalen Initiativen, die sich vor Ort um die Wiederentdeckung verfolgter und vergessener jüdischer Fußballer verdient gemacht haben, ihre Ergebnisse vielfach erstmals einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen und auf ihre weitergehenden Recherchen verweisen.

Wenn Sie Texte vorschlagen möchten oder weitere Fragen haben, wenden Sie sich unter niemalsvergessen@fussballmuseum.de an uns.

Auch Schulklassen und weitere Bildungseinrichtungen erhalten die Möglichkeit, sich mithilfe dieses Lexikon an die Themen NS-Zeit und Judenverfolgung anzunähern und mithilfe des Fußballs emotional und niederschwellig im Unterrricht zu hinterfragen. Dafür bietet das Deutsche Fußballmuseum verschiedene umfangreiche pädagogische Begleitmaterialien sowie Workshops an, die hier vorgestellt werden.

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