
Arthur Rosenthal war ab Ende 1918 Mitglied bei Werder Bremen. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges initiierte er die Gründung eines Werbe- und Presseausschusses im Verein. Ein zeitgenössischer Bericht würdigt seine Engagement: „Die Werbung für neue Mitglieder, die Bearbeitung der Öffentlichkeit durch die Presse, Aufklärung in allen bremischen Schulen durch Vorträge und Verteilung von Flugblättern in den Schulklassen, die Abhaltung von sportlichen und gesellschaftlichen Großveranstaltungen waren die Hauptpunkte seines Programms, die in gemeinsamer Arbeit mit der Gesamtverwaltung erfolgreiche Auswirkungen für uns hatten“. Bedingt durch seine Berufstätigkeit pendelte er zwischen Bremen und Berlin.
Ab Mitte der 1920er Jahren verliert sich seine Spur im Verein.
Mit der Reichspogromnacht 1938 begann für Arthur Rosenthal ein langer Leidensweg. Er wurde verhaftet und kurzzeitig in das KZ Sachsenhausen deportiert. Anschließend wurde er im Zuchthaus Bremen-Oslebshausen gefangen gehalten und dann 1939 und 1940 in ein Gefangenenlager zum Bau des U-Boot-Bunkers Valentin verbracht.
Im November 1941 wurde er nach Minsk deportiert und dort am 28. Juli 1942 ermordet. Am 8. Mai 1945 wurde Arthur Rosenthal für tot erklärt.