
Leo Weinstein wurde nach seinem Umzug nach Bremen bereits als Kind Mitglied im SV „Werder“ Bremen. Im Jahr 1934 wurde ihm dann von seinem Trainer mitgeteilt, dass er dem Verein nicht mehr länger angehören durfte. Für den damals 13-Jährigen bedeutete dies einen Schock, den er Zeit seines Lebens nicht vergaß.
Leo Weinstein floh im Juni 1938 in die Vereinigten Staaten von Amerika, kehrte aber als Offizier der US-Armee nach Deutschland zurück. Nach Kriegsende studierte Weinstein in den USA deutsche und französische Literaturwissenschaft und lehrte als Professor am Department of German and Roman Languages an der Stanford University. Als Werder Bremen 1965 in New York an einem internationalen Fußball-Turnier teilnahm, war Leo Weinstein im Stadion.
1987 besuchte er erstmals wieder seine Heimatstadt und war zu Gast bei einem Spiel im Weser-Stadion. Dem SV „Werder“ Bremen blieb er bis an sein Lebensende verbunden.