Mit dem Rücktritt von Helmut Schön nach dem WM-Turnier 1978 endet eine der erfolgreichsten Trainerkarrieren überhaupt. Unter ihm gewinnt die Nationalelf die Europameisterschaft 1972 und zwei Jahre später die Weltmeisterschaft im eigenen Land.
Damit tritt Nachfolger Jupp Derwall ein schweres Erbe an, zumal sich das Team nach der enttäuschenden WM in Argentinien in einer schwierigen Übergangsphase zu befinden scheint. Mit Kapitän Berti Vogts und später auch Torwart Sepp Maier beenden langjährige Stützen der Mannschaft ihre Laufbahn.
Dennoch startet Derwall gleich mit einem fulminanten Sieg. Die neu formierte Elf gewinnt 4:3 in der Tschechoslowakei und besticht im Lauf der Zeit durch ihre homogene Mischung aus einigen erfahrenen Akteuren und aufstrebenden Talenten.
Stürmer Karl-Heinz Rummenigge nähert sich der Weltklasse an, Manfred Kaltz und Bernard Dietz glänzen als Abwehrstrategen und Libero Uli Stielike steht als Spieler von Real Madrid ebenfalls für internationales Format und viel Erfahrung. Der bereits in der Bundesliga erfolgreiche Toni Schumacher wird auf der Torhüterposition zu einem starken Rückhalt. Daneben sorgen die jungen Karlheinz Förster, Hansi Müller, Klaus Allofs und Bernd Schuster für neue kreative Impulse.
Mit dem Gewinn der Europameisterschaft 1980 in Italien erreicht die Mannschaft ihren Zenit und setzt der Serie von bis dahin 19 ungeschlagenen Spielen die Krone auf.
Sie endet erst am Neujahrstag 1981 mit einer 1:2-Niederlage gegen Argentinien im Rahmen einer „Mini-WM“ in Uruguay. 23 Mal hintereinander geht die Mannschaft von Jupp Derwall nicht als Verlierer vom Platz – bis heute unübertroffen.