Lange war der Frauenfußball eine Welt für sich. Er spielte am Rand der großen Bühne, auf Nebenplätzen fern vom Rampenlicht. Er wurde belächelt und bekämpft – und ist doch unbeirrbar gewachsen. Die Frauen-Nationalmannschaft war dabei immer eine wichtige Triebfeder. Im Zuge der Professionalisierung von Vereinsstrukturen, höherer TV-Gelder und der Etablierung eines Namenssponsors, erlangt auch die Frauen-Bundesliga in den vergangenen Jahren zunehmend mehr Aufmerksamkeit. Die Top-Begegnungen verzeichnen immer neue Rekordbesuche, viele Stars gelangen in den Fokus europäischer Spitzenclubs. Einst „No Names“ haben sich die Spielerinnen zu Pop-Ikonen entwickelt und inszenieren sich mit immenser Reichweite. Diese neue Dynamik spiegelt sich in unserem modernisierten Ausstellungsbereich über den Frauenfußball wider, ohne dabei die schwierigen Anfänge und die großartigen Pionierleistungen früherer Spielerinnengenerationen außer Acht zu lassen.
Die Trikot-Vielfalt in der Welt des Fußballs ist groß und bunt. Einzelne Exemplare erlangen im Laufe der Zeit Kultstatus, sei es durch den sportlichen Erfolg des jeweiligen Teams, die Popularität der Spielerinnen und Spieler, markante Rückennummern, durch ein spezielles Design oder besonders ikonische Trikotwerbung. Viele dieser prägenden und geschichtsträchtigen Textilien gehören zum Exponatbestand des Deutschen Fußballmuseums. Auf unserem Instagram-Kanal #fussballmuseum kannst du jeweils während der Sommer- und Winterpause der Bundesliga deine persönlichen Favoriten benennen und darüber abstimmen, welche Highlight-Trikots als nächstes in unserer neuen Vitrine gezeigt werden.
Die Dauerausstellung wurde unter anderem durch die Implementierung des Online-Lexikons Niemals vergessen ergänzt, das sich den Lebensgeschichten verfolgter und heute zumeist vergessener jüdischer Fußballer widmet. Es wurde vor fünf Jahren ins Leben gerufen und spiegelt den aktuellen Recherchestand zu inzwischen über 400 rekonstruierten Biografien wider. Zugleich sollen durch dieses Projekt Interessierte ermutigt werden, in ihrem Umfeld weitere Lebensgeschichten zu erforschen und ihre Erkenntnisse zu veröffentlichen. Gibt es auch in Deinem Vereinsumfeld Spuren jüdischer Fußballer, Schiedsrichter oder Funktionäre?
Außerdem ist in der Ausstellung mit Voices of the Pitch eine Social Wall entstanden, auf der Initiativen gegen Antisemitismus und für einen fairen und demokratischen Fußball präsentiert werden. Kennst Du Maßnahmen auch aus Deinem Verein? Folge #voicesofthepitch auf Instagram oder TikTok, um Dich zu informieren und zu engagieren! Die Inhalte der Online-Präsenz werden auf der Social Wall auch im Museum zu sehen sein und somit dauerhaft als digitales Ausstellungsstück verankert.