PK Ausstellungskonzept

      Die Geschäftsführer Michael Keßeler (v.li.) und Manuel Neukirchner sowie DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach und Dortmunds OB Ullrich Sierau präsentieren das erste Ausstellungsstück: den Endspielball von 1954.

      DFB-Fußballmuseum präsentiert sein Ausstellungskonzept

      Die Stiftung DFB Fußballmuseum gGmbH hat heute in Dortmund ihr Ausstellungskonzept für ein nationales Fußballmuseum präsentiert. Das vom Deutschen Fußball-Bund und der Stadt Dortmund getragene Projekt will dem Fußball in seiner historischen und aktuellen Dimension mit einem erlebnisorientierten Ausstellungsformat einen dauerhaft öffentlichen Raum geben. Die Eröffnung ist für 2014 vorgesehen.

      #bild#Gemeinsam mit DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach und dem Dortmunder Oberbürgermeister Ullrich Sierau stellte Manuel Neukirchner, Sprecher der Geschäftsführung der Stiftung DFB Fußballmuseum gGmbH, das inhaltliche Konzept vor. „Wir wollen informieren, zum Nachdenken anregen, überraschen, berühren und vor allem begeistern. Wir möchten mit diesem einzigartigen Projekt die Herzen der Menschen erreichen, für die der Fußball ein Teil ihres Lebens ist“, erklärte Neukirchner.

      Seit ihrer Gründung im September 2009 hat die Stiftung bereits 134 thematische Kapitel zur Geschichte und zu Einzelaspekten des Fußballs mit 19 Sporthistorikern und Wissenschaftlern aufgearbeitet. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das zu diesem frühen Projektzeitpunkt: Fußballgeschichte und Fußballwissen auf rund 9000 Seiten, mit zudem rund 1440 recherchierten Medienobjekten und rund 10220 recherchierten musealen Objekten.

      #bild#Die dramaturgische Verortung der Themen in ein interaktives und multimediales Museumsformat realisiert die Stiftung DFB Fußballmuseum gGmbH mit der Triad Projektgesellschaft, die das szenografische Grundkonzept entwickelt hat. Die Berliner Kommunikationsagentur hatte sich in einem europaweiten Kreativ-Wettbewerb gegen 26 Mitbewerber durchgesetzt und wird nun in den kommenden Monaten als Planungsbüro mit der Stiftung des entstehenden Fußballmuseums die inhaltliche, räumliche und gestalterische Detailplanung weiter vorantreiben.

      Die thematische Vielfalt des Fußballsports und seine komplexen gesellschaftlichen, sozialen, kulturellen und ökonomischen Effekte sollen in einer klaren, leicht verständlichen Anordnung vermittelt werden. Dazu lehnt sich die Ausstellung dramaturgisch an das Fußballspiel selbst an und schafft so eine klare Struktur für eine emotionale Inszenierung des Phänomens Fußball.

      #bild#In den fünf Ausstellungsbereichen „Vor dem Spiel“ (Emotionale Einstimmung), „1. Halbzeit“ (Die Welt der Nationalmannschaften und des deutschen Fußballs), „Halbzeitpause“ (Trainer und Taktik), „2. Halbzeit“ (Die Welt des Vereinsfußballs) und „Nach dem Spiel“ (Spielzone) erlebt der Besucher durch technisch innovative, aber auch durch klassische Vermittlungsformen den gesamten Facettenreichtum des Fußballs. Eine Multivision zur Geschichte des deutschen Fußballs, die Schatzkammer mit den wertvollsten Pokalen der Nationalmannschaft und des Klubfußballs sowie eine „Hall Of Fame“ für die großen deutschen Spielerpersönlichkeiten bilden weitere szenografische und emotionale Höhepunkte der Ausstellung.

      Das Museum soll aber nicht nur ein Ort des Bewahrens und Ausstellens sein, sondern gleichzeitig ein lebendiges Forum der Begegnung und Diskussion für alle Mitglieder der Fußballfamilie werden, für Fans und Vereine sowie Verbände, Freunde und Förderer, Partner oder Sponsoren. Dazu tragen Veranstaltungen wie Preisverleihungen, Pressekonferenzen, Lesungen oder TV-Produktionen in einem eigenen Veranstaltungsbereich bei.

      „Das Fußballmuseum soll eine zentrale Begegnungsstätte für den deutschen Fußball werden“, formuliert DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach den Anspruch an das ambitionierte Vorhaben im Herzen des Ruhrgebiets und wagt eine erste Prognose: "Das Konzept macht Geschichte emotional erlebbar und vermittelt die Freude am Fußball auf eine mitreißende Art und Weise. Ich halte es für realistisch, dass jährlich 250.000 bis 300.000 Besucher in das Museum nach Dortmund kommen werden."

      #bild#Ebenfalls beeindruckt zeigt sich Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau: „Das Konzept ist so intelligent gemacht, dass es einen sofort packt. Ich bin begeistert von dem gewählten Ansatz. Das Fußballmuseum wird, da bin ich sicher, viele Besucher aus dem In- und Ausland nach Dortmund locken. Das Museum sehe ich als nationale Institution, die die weltweit beliebteste Sportart spektakulär und herausragend inszeniert.“

      „Ein Projekt wie dieses hat es in Deutschland noch nicht gegeben“, skizziert Manuel Neukirchner die Möglichkeiten des Fußballmuseums, das auch pädagogische Ansätze für Kinder und Jugendliche entwickeln wird. „Wir werden für alle Besuchergruppen eine Ausstellung konzipieren: Für die Fußballfans, für Familien mit sportlichen und interaktiven Modulen, aber auch für Besucher, die an den zeitgeschichtlichen Zusammenhängen des Fußballs interessiert sind. Gleichzeitig wird unser Haus eine zentrale Kommunikationsplattform für den deutschen Fußball werden.“

      Das Museum für den deutschen Fußball soll auf einer Grundstücksgröße von 6000 m² in bester Citylage in Dortmund 2014 eröffnet werden. Der Architekturwettbewerb wird noch in diesem Jahr ausgelobt.

      Hier geht es zur Fotogalerie.

      So könnten die Fassade und der Vorplatz aussehen.

      Erste Eindürck vom Museumserlebnis.

      Die Schatzkammer des DFB-Fußballmuseums: Hier werden die Pokal ausgestellt.

      Großes Medieninteresse bei der PK in Dortmund.

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