Annike Krahn, Petra Landers und Christa Kleinhans im Ausstellungsbereich Frauenfußball.

      Drei Generationen Frauenfußball

      Gestern präsentierte das Deutsche Fußballmuseum in Kooperation mit dem Frauenfilmfestival Dortmund / Köln den Dokumentarfilm „Die schönste Nebensache der Welt.“ Die prominenten Gäste um Pionierin Christa Kleinhans, Ex-Nationalspielerin Petra Landers und Weltmeisterin Annike Krahn nahmen dies als Vorlage für eine anregende Diskussion über die Entwicklung des Frauenfußballs. | Filmvorführung und spannende Diskussion über die Entwicklung des Frauenfußballs

      Die deutschen Fußballfrauen gehören ohne Zweifel zur Weltspitze: Viermal olympisches Edelmetall, zwei Weltmeister- und acht Europameistertitel zeugen von einer außergewöhnlichen Erfolgsgeschichte. Dabei war es ein langer und steiniger Weg bis in den Fußballolymp. Bis 1970 war der Frauenfußball im DFB sogar offiziell verboten. Dennoch fanden bereits in den 50er Jahren erste Länderspiele in vollbesetzten Stadien statt – unter anderem mit Spielerinnen aus Dortmund. #bild#

      In der Dokumentation von Tanja Bubbel berichten Spielerinnen der ersten Stunde, darunter fünf Pionierinnen des Frauenfußball-Vereins Fortuna Dortmund, über die schwierigen Rahmenbedingungen ihres Sports in den Anfangsjahren. Der Beitrag wurde auf dem 11mm Filmfestival als „Bester Frauenfußballfilm aller Zeiten“ ausgezeichnet.

      Im Anschluss an die Filmvorführung sprachen Annike Krahn, Petra Landers und Christa Kleinhans — Fußballgrößen dreier Generationen — über den Werdegang des Frauenfußballs. Regisseurin Tanja Bubbel ergänzte die Gesprächsrunde und gewährte Einblicke in die Entstehungsgeschichte ihres Dokumentarfilms.

      Frauenfußball-Pionierin Christa Kleinhans setzte sich in den Nachkriegsjahren für die politische und gesellschaftliche Anerkennung des Sports ein: „Das Verbot ist uns irgendwann gleichgültig geworden. Wir wollten unseren Spaß am Spiel ausleben und den Sport repräsentieren, wir waren Revolutionärinnen!“#bild#

      Auch Petra Landers, Mitglied der ersten offiziellen Frauen-Nationalmannschaft, hatte in den 80er Jahren, wenn auch das offizielle Verbot nicht mehr galt, mit starken Ressentiments zu kämpfen: „Als ich mit 24 Jahren eine schwere Verletzung hatte, sagte der Arzt, ich solle mit Fußball aufhören, das wäre kein Sport für Frauen.“ Beim Gewinn der Europameisterschaft 1989 erhielt sie und ihre Mitspielerinnen ein im Fußballmuseum ausgestelltes Kaffeeservice als DFB-Prämie für den Erfolg.

      „Schon als ich anfing, Fußball zu spielen, hatte sich im Vergleich zu den rauen Anfängen vieles verbessert. Wenn ich mir heute meine jungen Mitspielerinnen ansehe, dann denke ich: Für die ist Frauenfußball das Normalste der Welt“, berichtete Olympiasiegerin Annike Krahn abschließend von der positiven Entwicklung ihres Sports. #bild#

      Das Fußballkino ist Teil des Kultur- und Veranstaltungsprogramms ANSTOSS. Mit unterschiedlichen Formaten von Traditionsabenden über Soccer Slams bis hin zu Lesungen bietet das Deutsche Fußballmuseum für jeden Kultur- und Fußballbegeisterten ein abwechslungsreiches und deutschlandweit einzigartiges Programm.

      Filmvorführung in der Multifunktionsarena des Museums.

      Anregende Diskussion über die Entwicklung des Frauenfußballs.

      Regisseurin Tanja Bubbel gewährt Einblicke in den Drehalltag.

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