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      Hans-Hubert „Berti“ Vogts

      30. Dezember 1946, Büttgen
      Abwehr

      Stationen als Spieler:

      1965-1979    Borussia Mönchengladbach

      Verein:
      419 Spiele, 33 Tore (Bundesliga)

      Erfolge:
      Deutscher Meister: 1970, 1971, 1975, 1976, 1977
      Deutscher Pokalsieger: 1973
      UEFA Pokal Sieger: 1975, 1979
       

      Nationalmannschaft:
      96 Spiele (1 Tor)

      Weltmeister: 1974
      Europameister: 1972
      Vize-Weltmeister: 1976

      Die Mannschaft von Borussia Mönchengladbach wurde zu ihrer erfolgreichsten Zeit in den 1970er-Jahren nur die „Fohlen-Elf“ genannt. Einer ihrer besten und zuverlässigsten Spieler war allerdings ein „Terrier.“ Hans-Hubert „Berti“ Vogts verdiente sich diesen zusätzlichen Spitznamen durch seinen Arbeitseifer, seine Beflissenheit, seine Gabe, sich an seinem Gegenspieler „festzubeißen“. Er verkörperte das Gewissenhafte in einem Team voller unbekümmerter Freigeister. 

      Als Gegenpart zu vielen auf das Offensivspektakel ausgerichteten Mannschaftskameraden kümmerte sich Vogts um defensive Stabilität. Damit war er in den Anfangsjahren seiner herausragenden Karriere fast auf sich alleine gestellt. Der begeisternde, stets nach vorne orientierte Fohlen-Fußball drohte Ende der 1960er-Jahre zur brotlosen Kunst zu verkümmern, da sich Titelambitionen nicht auf große Abwehrlücken aufbauen ließen. Durch seine unermüdliche und hartnäckige Art verdiente sich Vogts aber immer mehr Respekt. Je mehr sein Wort in Mannschaft und Verein an Einfluss gewann, ergab sich auch in der Spielweise der Gladbacher zunehmend ein gesundes, erfolgsorientiertes Gleichgewicht. Nicht von ungefähr wurde Berti Vogts 1971, nachdem die Borussia die zweite Meisterschaft in Folge gewonnen hatte, zu Deutschlands „Fußballer des Jahres“ gewählt. Die Auszeichnung wurde ihm noch ein zweites Mal zum Ende seiner Karriere im Jahr 1979 zuteil. 

      Bis dahin hatte er sich längst zur wichtigsten Konstante im überschaubaren Mönchengladbacher Universum entwickelt. Während die Netzers, Stielikes und Bonhofs ihre Karrierewege ins Ausland ausdehnten, blieb Vogts seiner Heimatregion treu und hielt seinen Verein in der Erfolgsspur. Er führte seine Borussia, über viele Jahre auch als Kapitän, zu insgesamt fünf Deutschen Meisterschaften, einem Sieg im DFB-Pokal und zum zweimaligen Gewinn des UEFA-Pokals. Nicht minder beeindruckend verlief seine Karriere in der Nationalmannschaft. Nach dem Gewinn von Europa- und Weltmeisterschaft und der Ära Beckenbauer stieg er dort ebenfalls zum Kapitän auf. Seine insgesamt 96 Länderspiele absolvierte er als unverzichtbare Stammkraft. 

      Berti Vogts, der schon im frühen Jugendalter zum Vollwaisen wurde, gilt als Prototyp des Fußballers, der sich vieles hart erarbeiten musste. Sein Weg aus bescheidenen Verhältnissen zum Weltklassespieler dient bis heute vielen Nachwuchstrainern als leuchtendes Beispiel, um Talente dafür zu sensibilisieren, dass sie mehr Einsatz zeigen müssen als andere, um ihren Karriere-Traum zu verwirklichen. Im Idealfall mit der Unbekümmertheit eines Fohlens und der Hartnäckigkeit eines Terriers.

      Die HALL OF FAME des deutschen Fußballs ist auf Initiative des Deutschen Fußballmuseums gegründet worden. Im November 2018 und Januar 2019 haben führende Sportjournalistinnen und Sportjournalisten die Gründungsmannschaften der Männer und Frauen gewählt. Die Jurymitglieder waren aufgerufen, ihre Spieler- und Trainerpersönlichkeiten des deutschen Männer- und Frauenfußballs zu berufen. Genannt werden durften Spielerinnen und Spieler, die für deutsche Auswahlmannschaften spielberechtigt waren und deren Karriereende mindestens fünf Jahre zurückliegt. Die HALL OF FAME würdigt die größten Legenden des deutschen Fußballs erstmals zentral an einem Ort. Sie ist Teil der Dauerausstellung im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund. Am 1. April 2019 eröffnet, ist so eine dauerhafte Pilgerstätte für alle Fußballfans entstanden. Die Jury entscheidet im jährlichen Rhythmus über weitere Neuaufnahmen aus dem Männer- und Frauenfußball.

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