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        Bastian Schweinsteiger

        * 1. August 1984, Kolbermoor
        Mittelfeld

        Stationen als Spieler:
        2002-2015        FC Bayern München   
        2015-2017         Manchester United                     
        2017-2019         Chicago Fire     

        Verein:
        342 Spiele, 45 Tore (Bundesliga)
        18 Spiele, 1 Tor (Premier League, England)
        86 Spiele, 8 Tore (Major League Soccer, USA)

        Erfolge:
        Deutscher Meister: 2003, 2005, 2006, 2008, 2010, 2013, 2014, 2015
        DFB-Pokalsieger: 2003, 2005, 2006, 2008, 2010, 2013, 2014
        Englischer Pokalsieger: 2016
        FIFA-Klub-Weltmeister: 2013
        UEFA-Supercup-Sieger: 2013
        Champions-League-Sieger: 2013
         

        Nationalmannschaft:
        121 Spiele, 24 Tore

        Weltmeister: 2014
        WM-Dritter: 2006, 2010
        Vize-Europameister: 2008

        Bastian Schweinsteiger ist einer der erfolgreichsten deutschen Fußballspieler. Mit dem FC Bayern München gewinnt er neben acht Deutschen Meisterschaften und sieben DFB-Pokalsiegen 2013 im Londoner Wembleystadion auch den Titel in der Champions-League. Als Leader der deutschen Nationalmannschaft krönt er diese ohnehin schon eindrucksvolle Bilanz mit dem WM-Titel 2014 in Brasilien.  

        Zu Beginn seiner Karriere muss er sich Kritikern erwehren, die ihm die nötige Ernsthaftigkeit als Fußballprofi absprechen. Kleinere Eskapaden abseits des Spielfeldes schmälern zuweilen den positiven Eindruck, den Schweinsteiger auch schon in jungen Jahren auf der Bundesligabühne hinterlässt. Dennoch schafft er schon 2004, nur zwei Jahre nach seinem Debüt in der höchsten deutschen Spielklasse, den Sprung in die Nationalmannschaft. Dort gelten er und sein ein Jahr jüngerer Spezi Lukas Podolski nach der missratenen EM 2004 als die großen Hoffnungsträger des deutschen Fußballs. Der „Sommermärchen“-WM 2006 drücken sie bereits ihren Stempel auf und tragen maßgeblich zum Erringen des dritten Platzes bei. Das Duo „Schweini“ und „Poldi“ gilt fortan als Marke für einen neuen, erfrischenden und technisch anspruchsvollen Spielstil. 

        Spätestens mit der Maßnahme des Niederländers Louis van Gaal, der als Trainer von Bayern München den zuvor häufig auf der Außenbahn agierenden Schweinsteiger ins zentrale Mittelfeld beordert, reift das einst ungestüme Talent zur absoluten Spielerpersönlichkeit. Als herausragender Taktgeber führt er 2010 die Münchener ins Champions-League-Finale und wenige Wochen später eine junge deutsche Nationalmannschaft bei der WM in Südafrika unerwartet zu Platz drei. 

        Auch von sportlichen Rückschlagen wie dem verlorenen Champions-League-Endspiel 2012, als Schweinsteiger in der Münchener Allianz Arena im sogenannten Finale dahoam einen entscheidenden Elfmeter verschießt, lässt sich der einstige Sunnyboy auf dem Weg zum „Fußballgott“ nicht aufhalten. 

        Unvergessen bleiben die Szenen aus dem WM-Finale 2014 gegen Argentinien als er trotz unzähliger Fouls des Gegners und einer blutenden Wunde am Auge die kompletten 120 Minuten Spielzeit durchspielt und schließlich mit der Deutschland-Fahne um den geschundenen Körper gewickelt den WM-Triumph feiert. 

        Als erster Spieler nach Torwart-Legende Oliver Kahn erhält Bastian Schweinsteiger 2018 nach seinem Wechsel zu seiner letzten Karrierestation Chicago Fire ein eigens für ihn arrangiertes Abschiedsspiel in der Münchener Allianz Arena.

        Die HALL OF FAME des deutschen Fußballs ist auf Initiative des Deutschen Fußballmuseums gegründet worden. Im November 2018 und Januar 2019 haben führende Sportjournalistinnen und Sportjournalisten die Gründungsmannschaften der Männer und Frauen gewählt. Die Jurymitglieder waren aufgerufen, ihre Spieler- und Trainerpersönlichkeiten des deutschen Männer- und Frauenfußballs zu berufen. Genannt werden durften Spielerinnen und Spieler, die für deutsche Auswahlmannschaften spielberechtigt waren und deren Karriereende mindestens fünf Jahre zurückliegt. Die HALL OF FAME würdigt die größten Legenden des deutschen Fußballs erstmals zentral an einem Ort. Sie ist Teil der Dauerausstellung im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund. Am 1. April 2019 eröffnet, ist so eine dauerhafte Pilgerstätte für alle Fußballfans entstanden. Die Jury entscheidet im jährlichen Rhythmus über weitere Neuaufnahmen aus dem Männer- und Frauenfußball.

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